Radfahren mit der Infusionsstange

Die Infuuts sind ein hübsches kleines blaues Fahrrad. Sie stülpen es einfach über die Basis der Infusionsstange und befestigen das Fahrrad an der Stange. Die Infusionsleitungen können über einen runden Haken gelegt werden, damit sie nicht auf dem Boden schleifen. Es kann losgehen! Auf dem Bild ist Lux (4) zu sehen, der die Infuuts nicht mehr loswerden möchte, nachdem er sie eine Weile ausprobiert hat. Seine Mutter freut sich, weil sie immer auf der Suche nach einem der roten Fahrräder sind, aber „ich muss mit den Pumpen hinterherlaufen. Wout (3) probiert die Infuuts sofort mit allen seinen Infusionspumpen aus. Seine Mutter Rosa sagt: ‚So ein schönes Fahrrad! Ich bin froh, dass Wout auch hier das Radfahren genießen kann, denn er liebt es so sehr! Und als Eltern muss man nicht ständig hinter ihm herlaufen. Das kleine Fahrrad gibt ihm so viel Freiheit“.

Sicherheit geht vor

Anne ten Wolde, biomedizinische Technologin, war an der Sicherheitstestphase des Infuuts-Prototyps beteiligt. Sie sagt: ‚Es ist eine supercoole Idee, dass Kinder sich trotz der Infusionsstange bewegen und spielen können. Aber bei manchmal bis zu acht Infusionspumpen ist das (konstruktiv) eine technische Herausforderung! Das Ding darf nicht umkippen oder herunterfallen. Von nun an werden die Infuuts mit wichtigen Regeln für den sicheren Gebrauch geliefert. Diese befinden sich auf der Rückseite des Fahrrads. Zum Beispiel müssen die Infuuts immer unter Aufsicht von Erwachsenen benutzt werden, auf einem ebenen Boden im Inneren fahren und mit Infusionspumpen, an denen keine Chemotherapie, Immuntherapie oder Blutprodukte angeschlossen sind. So kann ein Kind sicher mit dem Fahrrad unterwegs sein. Es hat in der Tat lange gedauert, die Infuuts zu entwickeln, denn die Risiken beim Radfahren mit einer Infusionsstange mussten minimiert werden.‘

Von der Idee zur Realität

Im Jahr 2020 hatte die Medizinerin und Forscherin Bernadette Jeremiasse eine großartige Idee: Wie schön wäre es, wenn Kinder einfach mit dem Fahrrad fahren könnten, während sie Infusionspumpen haben! Sie fand sofort Unterstützer im Team von Maximum Movement. Patrick van der Torre, Physio-Manager, entpuppte sich als eine der treibenden Kräfte, denn das Fahrrad ist für viele Kinder zwischen drei und sechs Jahren ein wichtiges Fortbewegungsmittel. Gemeinsam mit Jesse Bosma und Jeroen van den Berg vom Department of Medical Technology & Kinetic Physics am UMC Utrecht wurde ein Prototyp hergestellt und ausgiebig getestet. Das Infuuts steht jetzt in der ‚Kinderfahrradgarage‘ des Máxima und kann auf den Stationen ausgeliehen werden.

Das Infuuts wurde zum Teil vom Children’s Fund Van Dusseldorp über die Stiftung Prinzessin Máxima Zentrum ermöglicht.

Quelle: zorg.prinsesmaximacentrum.nl/de/actueel/news/infuuts-cycling-mit-deinem-infusionspol

 

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